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Wahl der Fußballer und Mannschaften
des Jahres 2004 im Kreis Birkenfeld
Der Wahlmodus:
Eine unabhängige Jury hat die Kandidaten gekürt - anders als im vergangenen Jahr stehen jeweils fünf Einzelkandidaten zur
Auswahl. Die Jury konnte sich einfach nicht auf drei Nominierungen einigen - das zeugt für hohes Niveau. Abstimmen dürfen
die NZ-Leser mit dem nebenstehendem Coupon.
Nahe Zeitung vom 12.06.2004, Seite 31.
Die Nominierten:
Männer-Teams
- SC Birkenfeld: Die Überraschung. Der SC Birkenfeld ist sicher die Überraschungsmannschaft der Saison. Niemand,
außer Trainer Hans- Joachim Weinz hätte dieser jungen Truppe vorher zugetraut, dass sie in der Landesliga mithalten,
geschweige denn vorne mitspielen kann. Mit ihrem spektakulären Offensivfußball schafften die Youngster den dritten Rang.
Der SC ist ein Klasse-Beispiel dafür, was man mit guter Jugendarbeit im Fußball so alles erreichen kann.
- Bollenbacher SV: Der Doppelsieger. Der Bollenbacher SV holte das Double: Meister in der Bezirksliga -
gleichzeitig der Landesliga-Aufstieg - und Sieger im Bezirkspokal. Der Offensiv-Fußball machte sich bezahlt: Der BSV
schoss mit 101 Toren mit Abstand die meisten Treffer in seiner Klasse. Unter dem Trainer-Duo Christian Schwinn/Achim Hub
ist es immerhin der zweite Aufstieg für die "Daaler". Dahinter steckt eine kontinuierliche, ja fast geplante Entwicklung
dieser Mannschaft.
- SG Idarwald: Das Premierenteam. Die SG Idarwald schaffte als erste Kreismannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga
über die Aufstiegsspiele. Waren sie im vergangenen Jahr noch gescheitert, so setzten sie sich diesmal gegen den VfL Sponheim
durch. Die Belohnung für die gute Arbeit, die Spielertrainer Patrick Welches in den vergangenen Jahren geleistet hat.
Erstaunlich ist diese Leistung vor allem, bedenkt man das große Verletzungspech, das die Stipshausener und Rhaunener zu
beklagen hatten.
- SG Niederhambach/Schwollen: Der Souverän. Die SG Niederhambach/Schwollen holte den Titel in der Kreisliga West.
Begeisternd daran war, mit welcher Souveränität die Schützlinge von Trainer Harald Fuchs ihr Meisterstück vollbrachten.
Zwölf Punkte rangierten sie am Ende vor dem Zweiten SC Birkenfeld 1b, mit dem sie lange Zeit im Gleichschritt marschiert
waren. Überhaupt gaben sie nur sieben Zähler in der Saison ab.
- Spvgg Wildenburg: Das Kollektiv. Zu Beginn der Rückrunde rechnete niemand mehr mit dem späteren Meister
Spvgg Wildenburg. Schließlich zog Leistungsträger Thorsten Schäfer Richtung SC Idar von dannen. Die Mannschaft bestätigte
unter der Leitung von Spielertrainer Michael Widua jedoch ihre Leistung aus der Vorrunde, holte als konstantestes
Bezirksklassen- Team den Titel und kehrt zurück in die Bezirksliga. Das Schöne daran: Die Sportvereinigung ist ein Team
ohne große Einzelspieler, sie bildet eine Einheit.
Frauen-Teams
- DSG Breitenthal/Tiefenstein: Die DSG ist der Inbegriff für Frauenfußball im Kreis Birkenfeld,
ja sogar in ganz Rheinland-Pfalz. Schließlich ist die DSG Breitenthal 1995 der einzige reine Frauenfußball-Klub des Landes.
Seit einigen Jahren bilden die Breitenthalerinnen gemeinsam mit dem TuS Tiefenstein ein starkes Gespann. Im Staden trägt das
Team denn auch seine Spiele aus. Sportlich ist die DSG in der Regionalliga beheimatet. Nach einer schwachen Vorrunde drohte
der Abstieg, doch mit einer Energieleistung nach der Winterpause rutschten die Hunsrückerinnen noch ins Mittelfeld vor. Ein
Erfolg, den sich vor allem der seit Weihnachten amtierende Trainer Rüdiger Rydzewski ans Revers heften darf.
- TuS Mackenrodt:Das umschwärmteste Team bei der Meisterfeier unsere Zeitung in Gau-Odernheim stellte eindeutig der
TuS. Absolut verständlich, schließlich qualifizierten sich die Mackenrodterinnen als einziger Frauen- Meister für die
Mega-Fete. Die Schützlinge von Trainer René Alletter triumphierten in der Frauen-Bezirksliga. Der Meister-Jubel stellte
sich allerdings erst mit Verspätung ein. Nach einer eigenen Niederlage in Kirn-Sulzbach profitierten die Mackenrodterinnen
von einer gleichzeitigen Schlappe des Hauptkonkurrenten. Verdient war der Titelgewinn allemal, spielte der TuS doch den
konstantesten und schönsten Fußball der Bezirksliga.
- SV Niederhambach: Die Krönung blieb aus, die Leistung der SVN-Frauen war trotzdem phänomenal. Als Aufsteiger
setzten sich die Schützlinge von Hans-Joachim Grüner sofort in der Spitzengruppe der Verbandsliga fest und hatten bis
zum letzten Spiel die Chance auf die Meisterschaft. Ausgerechnet zu Hause vor ihrem treuen und zahlreichen Publikum
vergeigten die Niederhambacherinnen. Nach ein paar Tränen wurde trotzdem gefeiert. Wie attraktiv beim SVN gearbeitet
wird, zeigt die Tatsache, dass die Spielerdecke so groß ist, dass in der kommenden Saison ein 1b-Team gemeldet wird.
Nachwuchs-Teams
- VfR Baumholder:Wer eine Nationalspielerin ausbildet, der muss ausgezeichnete Arbeit machen. Das gilt zweifelsfrei
für die Mädchen-Sparte des VfR, deren Aushängeschild Ann-Katrin Schinkel ist, die schon DFB-Einladungen vorweisen kann. Sie
war auch bei den vielen starken Auftritten ihres Teams die spielbestimmende Persönlichkeit, trotzdem tritt der
Bezirksliga- Meister aber als geschlossene Einheit auf. Bei der Verbands- Meisterschaft in Weiersbach wäre beinahe der
große Wurf geglückt. Ein einziges Tor fehlte zum möglichen Gewinn der Südwest-Meisterschaft.
- SC Idar-Oberstein: Das Double feierte der Oberliga-Nachwuchs. Bezirksliga-Meisterschaft und Kreispokal-Sieg
kennzeichneten den Erfolgsweg der Mannschaft, die vom ehemaligen Zweitliga-Spieler Tomasz Kakala betreut wird. Er brachte
dem Team viele technische Fertigkeiten bei, die das Team erfolgreich umsetzte. Ein Aufstieg ist mit dem Titelgewinn aber
nicht verbunden, der SC Idar verzichtete auf die Verbandsliga.
- Spvgg Nahbollenbach: Die Spvgg wird in der kommenden Saison die einzige Kreis- Mannschaft in den
Nachwuchs-Verbandsligen stellen. Zu verdanken haben sie diese Tatsache dem A-Jugend- Team, in dem das A auch für Ausnahme
stehen könnte. Der Kreisliga-Meisterschaft ließen die Schützlinge von Trainer Alfred Kaul den Kreispokal- Sieg und den
Gewinn der Bezirksmeisterschaft folgen. Diese öffnete die Tür in den exklusiven Verbandsliga-Kreis. Bei einer derart
erfolgreichen Jugendförderung dürfen sich die Klubs im Idar-Obersteiner Osten auf viele starke Talente für ihre Ersten
Mannschaften freuen.
Nahe Zeitung vom 19.06.2004, Seite 30. und Nahe Zeitung vom 03.07.2004, Seite 33.
Die Fußballer
- Jens Hoferichter (SC Birkenfeld)): Der Serienmann. Er ist das größte Torwarttalent im Kreis. Hoferichter blickt
auf eine stolze Serie zurück: Er hielt zu Beginn der Landesligaison 460 Minuten lang seinen Kasten sauber. Das Besondere an
ihm: Er ist noch ein ganz Junger, kommt erst jetzt ins Aktivenalter. Sportlich und menschlich ist er auf dem besten Wege, zu
einem der Fußball-Aushängeschilder des Kreises zu werden. Seine absolute Stärke ist sein Verhalten in
Eins-gegen-eins-Situationen, er ist der perfekte Rückhalt für die "Höhenflugmannschaft" SC Birkenfeld.
- Martin Mayer (SV Weiersbach)): Der Titelverteidiger. Der stärkste Linksfuß im Kreis Birkenfeld, er agiert einfach
herausragend. Spielertrainer Mayer ist mehr als maßgeblich daran beteiligt, dass der SV Weiersbach in die Verbandsliga
aufgestiegen ist und sich dort gehalten hat - die vielleicht noch größere Überraschung. Als Spieler gehört er auch in dieser
Klasse zu den absoluten Top-Fußballern. Er hat keine wirkliche Schwäche, ist sowohl in der Offensive als auch hinten extrem
zweikampfstark, hat ein gutes Kopfballspiel und ist torgefährlich - vor allem mit Freistößen und Fernschüssen.
- Jens Perkhof (SC Birkenfeld): Der Torschützenkönig. Mit seinen 39 Landesligatreffern schoss er sich an die Spitze
der Torliste. Perkhof ist beim SC Birkenfeld der Garant vorne. Er ist jederzeit in der Lage aus dem Nichts Tore zu machen,
trotzdem ist er ein sehr mannschaftsdienlicher Spieler. Seine Schnelligkeit, sein guter Torriecher und seine Schussstärke
machen ihn zum kompletten Stürmer. Und Jens Perkhof ist nicht zuletzt sehr gut für die Außenwirkung seines Vereins.
- Vitali Schadt (SG Idarwald): Der Überflieger. Ob in der Halle oder auf dem Platz, es macht einfach Spaß, ihm beim
Fußballspielen zuzuschauen. Der Überflieger der Bezirksklasse ist sehr schnell, ein Instinktfußballer und zudem extrem
torgefährlich. Sein dynamisches, explosives Spiel hat ihn in seiner ersten Aktivensaison zum Rückhalt des Aufsteigers in
die Bezirksliga gemacht. Er ist einer, der sich für sein Team zerreißt: Im ersten Aufstiegsspiel hielt er trotz eines
(wahrscheinlichen) Bänderrisses in der Schulter durch, erzielte sogar noch nach seiner Verletzung ein wichtiges Tor.
- Marcel Veek (Bollenbacher SV): Der Goalgetter. Veek ist noch A-Junior und mit seinen Toren maßgeblich an den
Aufstiegen beider BSV-Teams beteiligt. In der Bezirksliga belegte er mit 27 Treffern Rang zwei in der Torjägerstatistik.
Die vergangene Saison brachte seinen Durchbruch, er hat sich in der Bezirksliga durchgesetzt, obwohl ihm auch schon einmal
Gegenwind entgegenblies. Der schlacksige Stürmer ist technisch überragend, und hat unheimlich viel Gefühl in der Sohle.
Veek ist auf dem Weg zu einem kompletten Stürmer - kopfballstark, und ein recht gefährlicher Freistoßschütze.
Die Fußballerinnen
- Kathrin Claßen: Die Ausnahmetorfrau der DSG-Breitenthal/Tiefenstein war in der vergangenen
Saison oft beste Spielerin beim Regionalligateam. Sie lieferte geniale Spiele ab. Und das Ganze mit einer unheimlichen
Ruhe und Gelassenheit. Viele Fußballer sagen über sie: "So eine Torfrau ist selten."
- Daniela Georg: Die Spielführerin des SV Niederhambach ist der Kopf der Mannschaft. Ihr starker linker Fuß und
gutes Positionsspiel machen sie sehr torgefährlich. In der vergangenen Saison erzielte sie 15 Treffer und gab genau so
viele Vorlagen. Eine Spielerin, die sich für das Team aufreibt.
- Anja Klein: Die Titelverteidigerin von der DSG Breitenthal/Tiefenstein ist eine Spielerin, die
eine Partie herumreißt, oft die Akteurin, die den Unterschied ausmacht. Die absolut beständige Klein ist die
Ausnahmespielerinim Kreis Birkenfeld. Immer gefährlich und seit Jahren die Torschützenkönigin der DSG.
- Juliane Moser: 21 Tore und neun direkte Vorlagen hat die Stürmerin und Topscorerin des SV Niederhambach erzielt.
Eine sehr gute Technikerin mit dem richtigen Torriecher. Gleichzeitig sehr mannschaftsdienlich. Die schnelle, beliebte
Fußballerin war in der vergangenen Saison wohl die Stabilste in ihrem Team.
- Sabrina Lorenz: Die Bezirksliga-Akteurin und Torschützenkönigin vom TuS Mackenrodt ist Freistoßspezialistin.
Gut die Hälfte ihrer 28 Saisontore erzielte sie aus diesen Standardsituationen heraus. Oft waren ihre Treffer die
entscheidenden, fielen erst in der letzten Minute. Sie behält auch in schwierigen Situationen die Nerven und übernimmt
die Verantwortung.
Die Schiedsrichter
- Thomas Brust: Der Vorsitzende des SV Schmidthachenbach spielt selbst, wann immer er kann, in der ersten oder
zweiten Mannschaft. Er ist also nicht nur Schiedsrichter, sondern auch Fußballer, das macht ihn so gut. Bei den Spielern
ist er als Referee sehr beliebt, weil er oft Fingerspitzengefühl anlegt. Sehr in der Vereinsarbeit engagiert.
- Miriam Dräger: Die Titelverteidigerin ist energisch und konsequent auf dem Platz und legt immer eine klare
Linie an den Tag. Mit Sicherheit die kommende Top-Schiedsrichterin in Deutschland, pfeift jetzt schon Männer-Oberliga
und Frauen-Bundesliga. Gab mit der Frauenfußball- Freundschaftspartie zwischen Deutschland und England ihre
Länderspielpremiere und ist seit 1. Januar Fifa-Assistentin.
- Jörg Müller: Die Spiele, die er pfeift, gehen immer ohne Probleme über die Bühne. Auch er ist ein guter
Fußballer. Die Spieler schätzen es, von ihm gepfiffen zu werden, weil er zwar energisch ist, trotzdem mit sich reden
lässt, niemals abhebt. Das männliche Aushängeschild im Kreis. Auch außerhalb des Platzes ist Müller immer bereit,
weiterzuhelfen, wenn jemand Fragen zur Schiedsrichterei hat.
- Patrick Nied: Er ist das Nachwuchstalent im Kreis Birkenfeld bei den Schiedsrichtern. Der junge Referee stieg
als 18- Jähriger in die Landesliga auf. Darf von der kommenden Saison an Spiele in der Verbandsliga leiten, steht an der
Linie in der zweiten Frauen-Bundesliga und in der Männer-Oberliga. Auf dem Weg nach oben.
- Wolfgang Nitsch: Der Altmeister unter den Nominierten. Er ist vielleicht der beste Kreis-Schiedsrichter in den
Klassen, in denen ohne Gespann gepfiffen wird. Bei heißen Duellen in Bezirksliga oder -klasse wird er oft eingesetzt. Der
Referee kommt bei den Spielern gut an, weil er eine klare Linie hat und mit viel Einfühlungsvermögen leitet. Dabei setzt
er alles ein, was ihm regeltechnisch zur Verfügung steht.
Nahe Zeitung vom 12.06.2004, Seite 31 und Nahe Zeitung vom 26.06.2004, Seite 36.
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