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Wahl der Fußballer und Mannschaften
des Jahres 2006 im Kreis Birkenfeld


Der Wahlmodus:

Ein neuer Modus kennzeichnet die kreisweite Wahl der Fußballer und Mannschaften des Jahres in diesem Sommer. Nicht mehr die Fans, sondern die Vereine ermitteln die kickenden Champions und haben die Qual der Wahl. Bis zum 2. Juli muss jeder Verein des Kreises Birkenfeld seine Stimme abgeben. Geehrt werden die erfolgreichen Fußballer und Teams dann vom ausrichtenden Kreisvorstand bei der Fußball-Gala am 15. Juli in Nohen. Als Entscheidungshilfe werden hier die Nominierungen vorgestellt

Nahe Zeitung vom 24.06.2006, Seite 36.



Die Nominierten:

Männer-Mannschaft
  • SC Idar-Oberstein: Der Verbandsligist bewegte wieder einmal die Massen. Knapp 1000 Zuschauer kamen zum Verbandspokal-Halbfinale gegen den FK Pirmasens in den Idarer Haag, noch mehr Anhänger unterstützten die Mannschaft beim Meisterschafts-Finale in Hohenecken, das mit einem 1:1 und dem zweiten Platz im Endklassement endete. Immer wieder bemerkenswert: Trotz der hohen Liga besteht das Team nach wie vor aus vielen Spielern des Kreises, erneut wurden zahlreiche junge Spieler eingebaut.
  • VfR Baumholder: Wie sich die Mannschaft in den Landesliga-Aufstiegsspielen gegen Jettenbach durchbiss, dagegenhielt, als der Gegner stark aufkam, war allererste Sahne. Beim VfR imponierte das Zusammenspiel aus alten Hasen und jungen Hüpfern. Die Kameradschaft ist das große Plus des Teams, das den Aufstieg mit großer Freude und toller Zuschauer-Unterstützung errang.
  • SG Wildenburg/Hottenbach: Gleich im ersten Jahr der Kooperation feierten die Wildenburger und Hottenbacher Fußballer den Titelgewinn in der Bezirksklasse. Es brauchte allerdings ein paar Spiele, bis das Team zur Meisterform auflief. Dafür war die Rückrunde umso stärker. Ab November gab es keine Niederlage mehr, auswärts blieb die Mannschaft die komplette Saison ungeschlagen.
  • SG Bergen/Berschweiler: Oswald Berecky brachte den Erfolg. Der neue Spielertrainer impfte seiner Mannschaft den Erfolgswillen ein. Heraus kam eine Spitzen-Runde mit kleinen Rückschlägen, die aber schnell weggesteckt wurden. Am Ende triumphierte die SG in einer der ausgeglichensten Klassen, der Kreisklasse Mitte.
  • SG Unnertal: Meterhoch türmte sich der Bierkasten-Stapel, nachdem das Meisterstück der Westricher in der Kreisliga West perfekt war. Die SG startete wie die Feuerwehr - schließlich liegt das Gebäude der Floriansjünger auch direkt neben dem Sportplatz - in die Saison, wurde später kurzfristig abgefangen, legte aber einen blendenden Schlussspurt hin.
  • TuS Tiefenstein: Der Meister der Kreisklasse West sah lange Zeit wie der Zweite aus. Doch eine bärenstarke Wintervorbereitung mit hoher Trainingsbeteiligung legte den Grundstein dazu, den bisherigen Spitzenreiter Rinzenberg noch abzufangen und als umjubelter Meister wieder aufzusteigen. Die Talfahrt des Traditionsvereins ist damit beendet.

Frauen-Mannschaft
  • DSG Breitenthal/Tiefenstein: An dem Gewinn der Meisterschaft in der Verbandsliga ließen die Breitenthalerinnen mit einer starken Rückrunde keinen Zweifel. Kleiner Makel: Die DSG verzichtete auf den Aufstieg. Die Gründe dafür sind in der Mannschaftsstruktur zu suchen: Den älteren Spielerinnen fehlt die Lust für die Regionalliga, die jüngeren brauchen noch ein bisschen Ausbildungszeit.
  • VfR Baumholder: Die Westricherinnen haben so ziemlich alles gewonnen, was man gewinnen kann: Hallenmeister. Pokalsieger und natürlich Bezirksliga-Meister. Die Mannschaft von Erfolgscoach Tino Hebel, der in seiner Karriere schon mehr als 20 Meisterschaften gesammelt hat, macht in der kommenden Saison die Verbandsliga unsicher.

Jugend-Mannschaft
  • A-Junioren der TSG Idar-Oberstein: Als die Meisterschaft feststand, wurde auf traditionelle Art und Weise gefeiert: Trainer Rolf Rittner wurde mit Bier geduscht. Die Jungs aus Hammerstein, Enzweiler und Rötsweiler-Nockenthal waren das dominierende Team der Kreisliga, unterlagen nur ein einziges Mal.
  • B-Junioren des SV Niederwörresbach: Vize-Meister in einer ausgeglichenen und starken Bezirksliga - das ist ein gewaltiges Ausrufezeichen, das der SVN setzte. Vor allem in der Rückrunde wusste die Mannschaft zu überzeugen.
  • B-Juniorinnen des VfR Baumholder: Auch wenn viele Spielerinnen schon im Frauen-Team aktiv waren, im Kreis Birkenfeld sind die Mädchen aus dem Westrich nach wie vor die Nummer eins.


Nahe Zeitung vom 24.06.2006, Seite 36.

Spieler der Saison
  • Florian Herzog (SC Idar-Oberstein): Der Regionalliga-Rückkehrer machte dort weiter, wo er vor seinem Wechsel in die Landeshauptstadt aufgehört hatte: Er erzielte Tore wie am Fließband. 27 Verbandsliga-Buden waren es am Ende, sie beförderten ihn auf Platz zwei der Torjägerliste seiner Klasse. Spielte seine Schnelligkeit aus, lebt aber vor allem von seinem Torriecher.
  • Bernd Conrad (VfR Baumholder): Der Kopf der Baumholderer Aufstiegsmannschaft - dies ist zweideutig gemeint. Schließlich ragt er auf Grund seiner Größe und seines Kopfballspiels heraus. Doch Conrad ist auch außerhalb des Spielfelds ein Dreh- und Angelpunkt beim VfR. Er, der Spieler im besten Alter, koordiniert die glänzende Zusammenarbeit zwischen jungen und erfahrenen Fußball-Recken.
  • Marco Orth (SV Nohen): Seine Tore werden sie beim SV Nohen sehr vermissen. Er ist ein Torjäger der alten Schule, geht dorthin, wo es weh tut. Ist sich aber auch für Defensivarbeit nicht zu schade, rackert, kämpft für sein Team. Das heißt ab der neuen Runde SC Birkenfeld.
  • Markus Stumm (SG Wildenburg/Hottenbach): Er ist der Torgarant des Bezirksklassen-Meisters, erzielte zahlreiche Treffer, vor allem viele wichtige waren darunter. Dem Ex-Hottenbacher hat die Kooperation mit Wildenburg gut getan, mit den neuen Mitspielern ging er ab wie eine Rakete.
  • Oswald Bereczky (SG Bergen/Berschweiler): Nicht nur als wichtiger Spieler verdiente sich er sich seine Meriten, auch seine Qualitäten als Trainer waren gefragt und wichtig. Mit ihm als stürmender Coach wurde die SG Meister der Kreisliga Mitte.
  • Manuel Baltes (SG Unnertal): Manchmal wird der Wert eines Spielers erst ermittelt, wenn der betreffende Akteur ausfällt. Als sich Manuel Baltes verletzte wurde aus einem fast sicheren Meister ein Wackelkandidat. Als der Antreiber zurückkehrte, machte die SG den Titelgewinn in der Kreisliga West perfekt...

Spielerin der Saison
  • Anja Klein (DSG Breitenthal/Tiefenstein): 40 Verbandsliga-Tore markierte sie, ohne mit der Wimper zu zucken. Von ihrer Kaltschnäuzigkeit und ihrem Tempo können die jungen DSG-Spielerinnen viel lernen.
  • Mareike Korb (SV Niederhambach): Die ehemalige Südwest-Auswahlspielerin war in einer turbulenten Verbandsliga-Saison des SV Niederhambach eine der wenigen Konstanten. Auf sie war immer Verlass, sie zeigte stets ihre Leistung. Könnte durchaus höher spielen.
  • Kathrin Dräger (SC Kirn-Sulzbach): Das Aufsteiger-Team des Kirn-Sulzbach ist sehr gleichmäßig besetzt, doch eine Spielerin ragte heraus. Kathrin Dräger gab den Rhythmus des Teams vor, sie war außerdem für die wichtigen Treffer verantwortlich.
  • Simone Gans (TuS Mackenrodt): Die Titelverteidigerin empfand ihre Wahl vor einem Jahr als Ehre. Wird ihr diese Ehre erneut zuteil? Sie entpuppte sich auf jeden Fall wieder als die Persönlichkeit im Mackenrodter Spiel. Ist eine Spezialistin für ruhende Bälle.
  • Ann-Kathrin Schinkel (VfR Baumholder): Die U-17-Nationalspielerin debütierte in diesem Jahr auch im Frauen-Bereich, wurde mit dem VfR-Team auch gleich Meisterin in der Bezirksliga. Hauptsächlich kickte sie allerdings bei den Jungen (B-Junioren), erarbeitete sich dort die notwendige Zweikampfhärte, sie wechselt in der Sommerpause zum Zweitligisten 1. FC Saarbrücken.

Schiedsrichter der Saison
  • Mathias Fuchs (SV Regulshausen): Machte einen großen Sprung nach vorne. Seine Stärken sind die Entscheidungen auf Ballhöhe und die erstklassige Auslegung der Vorteilsregelung.
  • Rafael Fewinger (TuS Oberreidenbach): Wie Fuchs spielte er selbst auf hohem Niveau Fußball - ein Umstand, der ihm bei seinen Spielleitungen zugute kommt. Er kann ein Spiel sehr gut lesen. Seine Tendenz zeigt eindeutig nach oben.
  • Markus Schwinn (TuS Hintertiefenbach): Der ruhige Vertreter der Schiri-Zunft kam auf Empfehlung der Kreis-Vereinigung auf die Vorschlagsliste. Erhielt bei seinen überregionalen Einsätzen gute Benotungen der Schiedsrichter-Beobachter.
  • Christina Jaworek (SV Niederhambach): Hat sich auf bemerkenswerte Art und Weise in der Zweiten Frauen-Bundesliga und in der Landesliga etabliert. Zeigte konstant starke Leistungen, ist auch auf überregionaler Ebene sehr geschätzt.
  • Patrick Nikodemus (SV Weiersbach): Er ist mittlerweile schon der "alte Hase" unter den höherklassigen Referees des Kreises. Bei ihm imponiert immer wieder die klare Linie, die er von der ersten bis zur letzten Minute durchzieht. Bei ihm weiß jeder Spieler, wie er sich zu verhalten hat.


Nahe Zeitung vom 29.06.2006, Seite 31.
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