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Wahl der Fußballer und Mannschaften
des Jahres 2006 im Kreis Birkenfeld




Die Sieger:

Männer-Team: VfR Baumholder
Frauen-Team: VfR Baumholder
Nachwuchs-Team: Mädchenmannschaft des VfR Baumholder
Fußballer: Bernd Conrad (VfR Baumholder)
Fußballerin: Ann-Katrin Schinkel (VfR Baumholder)
Schiedsrichter: Matthias Fuchs (SV Regulshausen)
bester Torjäger: Jens Eric Jung (45 Treffer, TuS Ellweiler)




Zeitungsberichte aus der Nahe-Zeitung:

Der VfR Baumholder räumt ab

Fußball-Gala in Nohen: Fünf Siegerpreise gehen in den Westrich - Bernd Conrad ist Spieler des Jahres - Schiri-Preis an Fuchs

Der VfR Baumholder ist derzeit der schillerndste Verein im Kreis Birkenfeld. Bei der Fußball-Gala in Nohen, bei der die besten Teams und Spieler der abgelaufenen Saison gekürt wurden, siegte der VfR gleich in fünf von sieben Kategorien.

NOHEN. Würde Matthias Fuchs nicht für den SV Regulshausen pfeifen und Jens Eric Jung nicht für den TuS Ellweiler-Dambach auf Torejagd gehen, dann wäre es für den VfR Baumholder womöglich ein Triumph auf ganzer Ebene geworden. So räumte der VfR "nur" fünf von sieben Kategorien bei der Kür der besten Fußballer im Rahmen der Fußball-Gala des Kreisvorstandes in Nohen ab.

Dieser Erfolg zählt umso mehr, als ein neuer Wahlmo-dus vorsah, dass diesmal die Vereine des Kreises über ihre Fußballer und Fußballerinnen des Jahres abstimmen sollten. "Wir haben so ein sportlich faires Ergebnis bekommen", meinte Kreisvorsitzender Karl-Heinz Thömmes. "Dass der VfR Baumholder derart stark bei den Siegern vertreten ist, ist einerseits überraschend, andererseits aber höchst eindrucksvoll", staunte Thömmes, der unterstrich: "Es ist eine Anerkennung für die Arbeit der Fußballabteilung des VfR." Der Leiter der Fußball-Abteilung, Raimund Conrad bedankte sich bei den Vereinen, die seinen VfR gewählt hatten und fügte augenzwinkernd an: "Ich habe uns auch in allen Kategorien angekreuzt."

Die "Baumholderer Festspiele" (O-Ton von Ernst-Walter Ströher, der die Gala mit Olaf Paare, dem Sportchef der Nahe-Zeitung, moderierte) begannen mit der Nachwuchsmannschaft der Saison. Die A-Junioren der TSG Idar-Oberstein, die B-Junioren des SV Niederwörresbach waren auch angetreten, hatten aber gegen die Mädchenmannschaft des VfR Baumholder keine Chance. Klappe, VfR, die Erste! "Es hat unheimlich Spaß gemacht in dieser Mannschaft zu spielen", strahlte Torjägerin Sandy Thomas Moderator Olaf Paare an. Für etwas mehr als eine halbe Stunde sollte danach kein Baumholderer mehr die Bühne betreten.

Zunächst kam Jens Eric Jung vom TuS Ellweiler an die Reihe. "Er ist der Ballermann der Kreisliga West", stellte Ströher fest, als er Jung den Preis für den besten Torschützen überreichte. 45 Mal hatte Jung im vergangenen Jahr getroffen. Voll auf zufrieden war der Schützenkönig damit nicht: "Es hätten einige Tore mehr sein können", meinte er.

Die knappste Entscheidung gab es bei der Wahl zum besten Schiedsrichter der Saison. Am Ende hatte Matthias Fuchs mit nicht einmal zwei Prozentpunkten Vorsprung die Nase vorn. Der Referee des SV Regulshausen freute sich sehr über die Auszeichnung und verriet, was ihn dazu bewogen hatte, mit der Schiedsrichterei anzufangen: "Ich habe mich früher so oft über Kollegen geärgert, da wollte ich versuchen, ob ich es besser kann." "Eine gute Entscheidung", atmete Ernst-Walter Ströher auf, der sich als Spielleiter der Kreisliga West früher immer wieder mit den Verfehlungen des Matthias Fuchs als Spieler auseinander setzen musste. "Das ist so ein lieber Kerl, aber fast jede Woche habe ich seinen Namen unrühmlich in irgendeinem Spielbericht lesen müssen."

Die Proklamation zur Spielerin des Jahres war eine eindeutige Sache. Klappe, VfR die Zweite! An Ann-Katrin Schinkel führte kein Weg vorbei. Die Juniorennationalspielerin vom VfR Baumholder, die zur neuen Saison zum Zweitbundesligisten 1. FC Saarbrücken wechselt, verriet: "Es fällt mir schon schwer, den VfR zu verlassen."

Kaum war die lautstarke Freude im VfR-Lager über den Sieg von Ann-Katrin Schinkel verhallt, ging das Jubelgeheul von neuem los, denn Bernd Conrad hatte sich gegen Florian Herzog (SC Idar), Oswald Bereczky (SG Bergen/Berschweiler), Markus Stumm (SG Wildenburg/ Hottenbach), Manuel Baltes (SG Unnertal) und Marco Orth (SV Nohen) durchgesetzt.

Klappe, VfR, die Dritte! Conrad zeigte sich als echter Mannschaftsspieler und bedankte sich bei seinem Team für "eine geile Saison". Neugierig wollte Olaf Paare vom neuen Spieler des Jahres wissen, warum er den VfR nie verlassen habe. "Ich bin von Haus aus vorbelastet", lächelte Conrad und spielte darauf an, dass sein Vater Raimund eine Institution in Baumholder ist.

"Ich fürchte, ihr müsst jetzt das Sportheim erweitern, um eine einbruchssichere Vitrine für eure Preise zu bauen", witzelte Ernst-Walter Ströher, als kurz darauf feststand, dass die Frauen des VfR Baumholder zur Frauenmannschaft des Jahres gewählt worden waren. Klappe, VfR, die Vierte! Mit dem Mainzer "Humba Täterä" sorgten die Mädels für Stimmung in der Bude und gaben die Vorlage für die Männer des VfR Baumholder. Keine Chance für den SC Idar, den TuS Tiefenstein, die SG Unnertal, und die SG Bergen/Berschweiler. Klappe, VfR, die Fünfte. Christian Schübelin, der Kapitän, der Mannschaft des Jahres meinte zu den Gründen des Höhenfluges der Männer des VfR: "Wir haben eine tolle Damenmannschaft. Und als Olaf Paare vorsichtig nach den Zielen des VfR in der kommenden Landesliga-Saison fragte, meinte Schübelin: "Am liebsten will ich wieder aufsteigen, weil's so schön ist."

Nach ziemlich genau 90 Minuten waren die Baumholderer Festspiele in Nohen vorbei. Diese Gala lebte auch vom tänzerischen Auftritt der "Crazy Dancers" (der Tanzgruppe des SV Nohen) und von der beeindruckenden Darbietung der Akrobatikgruppe der Grundschule Niederbrombach unter der Leitung von Helmut Lange.

Rundum gelungen allerdings war die Veranstaltung des Kreisvorstandes nicht. Allerdings konnten die Veranstalter und Organisatoren am wenigsten dafür. Wieder einmal glänzten eine ganze Reihe nominierter Vereine und Fußballer durch Abwesenheit. Vom SC Idar-Oberstein und dem TuS Tiefenstein beispielsweise wurde kein Vertreter gesichtet. "Wir können niemanden zwingen", zuckte Karl-Heinz Thömmes mit den Schultern, um dann für die Zukunft zu appellieren: "Die Nominierten sollte sich nicht als Verlierer sehen, wenn sie nicht den Siegerpreis gewinnen, sondern bereits die Nominierung als Sieg anerkennen." Sascha Nicolay

Nahe Zeitung vom 17.07.2006, Seite 12.

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